02 Oktober 2011

Donau: Von Kelheim nach Regensburg

Der nächste Morgen begann neblig,...


...doch nach und nach klarte es sich auf. Die Strecke führt auf Kieswegen an der Donau entlang, oft auf dem Deich und oft auch mit Steigungen,...


...manchmal auch auf Straßen.


Dieses Duo aus dickem Burg- und schlankem Kirchturm steht in Bad Abbach.


Dort wollten wir in einer verschlafenen, nahezu verlassenen Fußgängerzone einkaufen...


...und sind über eine beeindruckend lange und kurvige Brücke aus Stahl und Beton wieder aus der Stadt herausgefahren.


In Matting haben wir uns wieder einmal in einem dieser familiengeführten Restaurants niedergelassen und bayrische Kost in uns hineingeschaufelt. Man konnte aus dem Küchenfenster das lautstarke Hämmern hören, während mein Schnitzel zubereitet wurde.


Das ultimative Highlight: Auf dem Hof laufen fünf mehr oder weniger zutrauliche Katzen herum.


Dann folgt auch schon Regensburg. Die Stadt macht ihrem Namen alle Ehre: Hier fließt die Regen in die Donau, und geregnet hat es auch ein wenig.


Der Einfluss des römischen Reiches ist auch in dieser Stadt nicht zu übersehen.


In den Regensburger Gassen gibt es beispielsweise ein römisches Stadttor namens Porta Praetoria zu entdecken.
Im Wesentlichen besteht Regensburg aus zwei Zutaten: dicke, klobige, graue Steine...


...und ein wenig weiße und bunte Farbe.


Quer über die Donau spannt sich die Steinerne Brücke, die eindeutig aus ersterem besteht. Sie ist etwa tausend Jahre alt und die älteste Brücke Deutschlands.
Davor befindet sich ein kleines Museumsschiff...


...mit einem Maschinenraum...


...und einer Küche.


In Regensburg haben wir (ohne Witz) im Hotel Zum fröhlichen Türken in der Fröhliche-Türken-Straße übernachtet.
Noch ein wenig lesen und ab ins Bett.

01 Oktober 2011

Donau: Von Ingolstadt nach Kelheim

Wir hatten auf der ersten Donauradtour im Frühling 2011 so viel Spaß, dass wir schon im Herbst weitermachen wollten. Diesmal war das Ziel Passau an der Grenze nach Österreich.
Eigentlich fahren wir meist im Frühling oder Sommer, das war bisher unsere einzige Herbsttour. Im Oktober ist das Wetter eben oft nicht mehr so freundlich.

Hinter dem großen Ingolstädter Stauwehr irrten wir ein wenig herum, aber bald schon fanden wir zurück auf die gewohnten weißen Kieswege auf und hinter dem Deich. Ringsherum liegen sumpfige Wälder.

Dort sieht man schlafende Schafe,...

...trabende Pferde,...

...Zwiebeln,...

...und Umspannwerke. Eichelhäher kreischen, Kraftwerke brummen vor sich hin.

Das hier ist nicht etwa ein Acker, sondern in Wirklichkeit ein Flugplatz. Zumindest behauptet das Schild das.

Auf der Strecke liegt auch Bad Gögging, das für seine römische Limestherme bekannt ist. Dort haben wir uns ordentlich verfahren.
In Weltenburg gibt es wieder einmal ein berühmtes Kloster - die Brauerei dort ist das vierzehntälteste Unternehmen auf diesem Planeten.

Wir haben uns sehr beeilt, um in Weltenburg die letzte Fähre des Tages zu schaffen. (Als wir ankamen, fanden wir jedoch heraus, dass heute aufgrund der hohen Nachfrage spontan entschieden wurde, noch spätere Fähren verkehren zu lassen.)

Das Schiff sollte uns durch die Weltenburger Enge mitnehmen. Das ist so eine Art zweites Donaudurchbruchtal, auch wenn diese Bezeichnung nicht ganz stimmt: Das Tal haben nämlich bereits andere Flüsse in die Berge geschliffen, bevor die Donau ihren Lauf hierher verlegt hat.
Hier liegen die Felsen direkt am Wasser, sodass nicht mal mehr Platz für einen Radweg ist. Die einzige Alternative zu einer Fahrt mit dem Schiff ist ein großer Umweg mit schweren Steigungen weitab der Donau.
Ein nuschelnder, urbayrischer Kapitän erzählt, wie die Felsen alle heißen. Ein Stein trägt beispielsweise den Namen Napoleons Reisekoffer, weil Napoleon hier in der Nähe besiegt wurde. Auch Piraten waren früher in der Schlucht unterwegs.
An der engsten Stelle ist die Donau nur acht Meter breit, dafür aber 20 Meter tief.

Im Tal sind auch mittelgroße...

...und ganz kleine Boote unterwegs.

Auf den Felsen klettern Bergsteiger...

...und Marienstatuen.

An dieser kleinen Festung vorbei..

...fährt die Fähre wieder aus dem Tal heraus.

Dann legt sie in Kelheim an. In dieser Stadt mündet die Altmühl in die Donau.
Wörlitz, Altmühl, Naab und Regen fließen ihr von links entgegen.

Hoch über der Stadt, auf diesem Bild halb vom Nebel verdeckt, ragt die sogenannte Befreiungshalle auf. Sie erinnert an den Sieg über Napoleon. Ein imposanter Anblick, aber wir waren zu faul, um abends noch auf den Berg draufzusteigen und uns das Ding genauer anzusehen.

Was für ein spannender erster Tag! Nur noch schnell alles aufschreiben und ab ins Bett...

09 April 2011

Donau: Von Bertoldsheim nach Ingolstadt

Die letzte Tagesetappe legten wir am Ostersonntag zurück.

Da wollten wir auch in den Gottesdienst gehen. Als norddeutsche Protestanten haben wir uns irgendwie in Eingangsnähe in die überfüllte bayrisch-katholische Kirche von Stepperg gequetscht. Direkt neben uns stand ein Mann, der laut mitsang, aber leider nicht alle Töne traf. Eigentlich bin ich nicht sicher, ob er überhaupt einen einzigen Ton traf. Gegen seine höllischen Disharmonien kam nicht einmal die ruhige Stimme des Priesters an.

Kurze Zeit später hat uns dieser Baum den Weg blockiert. Die Eltern mussten die Fahrräder darüber hieven, wir sollten solange in einer Höhle spielen.

Als sie fertig waren, lagen auf einmal überall Süßigkeiten herum.

Frohe Ostern!

Auf einem Ast über dem Wasser wird das Suchen zum echten Nervenkitzel!

In dieser Höhle lebt ein Steinzeitmensch mit Fahrradhelm.

Weiter geht es, vorbei an der Stadt Neuburg.

Oh, schon wieder eine gute Stelle zum Kneipp-Baden! Nur die Strömung ist ziemlich stark.

Die lokale Fauna bietet Pferde,...

...Eichhörnchen,...

...lautstark quakende Frösche...

...und Biber. Die haben wir nicht direkt gesehen, sondern nur die Ergebnisse ihrer Arbeit.

Auf einem Kiesweg folgte der Endspurt nach Ingolstadt...

...immer auf dem Deich entlang.

Hier ist einst jemand ertrunken.

Da wären wir auch schon in Ingolstadt. Die Stadt empfing uns mit einem breiten Stauwehr, quasi anstelle eines Stadttores.

Wir übernachteten in einem lila Haus voller knallbunter Kunstwerke, dem Art-Hotel Pfeffermühle. Dann war der erste Teil unserer Donauradtour auch schon vorbei.