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15 Juni 2023

Jungfernsee

Havelgeschwafel VIa: Das Übelgegrübel
Agenten über Enten - Die Konferenz der Hohen Tiere - Der sehr durstige Wald - Säule mit Weile - Warum diese Strecke meine Stimmung nicht eben erhellt hat


Havelsee Nr. 33: Jungfernsee

Diese Strecke um den Jungfernsee ist eine Variante des Havelradwegs, für den Fall, dass die Fähre nach Wannsee nicht fährt (im Radführer heißt sie Variante Neu Fahrland). Beim Berliner Mauerradweg ist es genau umgekehrt: Der Weg durch Wannsee ist die Alternative, und die Strecke um den Jungfernsee ist die Hauptroute.
Am kurzen Ostufer des Jungfernsees läuft der Havelradweg als Asphalthälfte eines Kieswegs, während Maiglöckchen, Schilf und überwachsende Buhnen das steile Waldufer säumen.

Aber die eigentliche Jungernsee-Tour beginnt in Klein Glienicke, einer Ansammlung an Häusern rund um ein Jagdschloss. Die Adligen haben hier dermaßen viele Schlösser gehabt, dass schon dem Soldatenkönig Friedrich I. auffiel, dass man zumindest eins davon davon eventuell besser nutzen könnte: Er machte es zum Lazarett.
Jahre später war Klein Glienicke eine einsame sozialistische Insel, mit der DDR nur verbunden über eine Bauampel und ein dünnes Brücklein über den Teltowkanal. Was der Soldatenkönig wohl dazu gesagt hätte?

Auf der anderen Seite von Klein Glienicke schwingt sich eine deutlich größere Stahlbrücke über die Havel, je zur Hälfte in Nato-Grün und NVA-Grün gestrichen. Die Brücke entstand 1907, weil die hölzerne Zugbrücke und die Backsteinbrücke (von Schinkel mal wieder) den ganzen Verkehr nicht mehr tragen konnten, vor allem seit der Teltowkanal gegraben wurde. Die Brücke wurde schon 1953 für Zivilpersonen gesperrt, damit die beiden Deutschlands hier in Ruhe alle Geheimagenten austauschen konnten, die erwischt wurden. Beim ersten Mal noch streng geheim (und später im Kinofilm) einer gegen einen, beim zweiten Mal 23 Westagenten gegen 4 Ostagenten und beim dritten Mal live im Fernsehen (damit sich Honecker als Vermittler präsentieren konnte) noch mehr Agenten plus ein russischer Dissident direkt aus dem sibirischen Gulag, dem live die Hose runterrutschte.
Auch drei junge Männer flohen hier in den Westen, ausgerechnet über die am besten bewachte Brücke der Welt. Sie ballerten mit einem LKW durch die Schranken. Ihr simpler Trick: Einfach einen Gefahrgut-Aufkleber hinten draufkleben, dann trauen die sich nicht zu schießen.
Im Film Der Hunderteinjährige, der die Rechnung nicht bezahlte und verschwand flieht Allan Karlsson aus dem zerschossenen Fluchtwagen, indem er einfach ins Wasser springt. In Wirklichkeit wäre Allan unter Wasser vom Stalinrasen aufgespießt worden, noch bevor ihn die ersten Kugel getroffen hätten.

Ausgerechnet die DDR nannte das Bauwerk Brücke der Einheit, nur zwei Jahre, bevor sie den Übergang sperrte. Das fand die BRD dermaßen absurd, dass sie demonstrativ weiter Glienicker Brücke sagte, und der Name hat sich sogar gehalten, seit die Einheit erreicht wurde. Naja, Brücken der Einheit gibt's ja auch schon diverse andere. Die Einheit kam gerade noch rechtzeitig, damit die Deutsche Stiftung Denkmalschutz Spenden sammeln und die Kolonnaden am Brückenrand retten konnte. Einen wirklichen Zweck erfüllen die schlanken Säulen aus polnischem Sandstein nicht, sie waren einfach schicke Deko, damit die ausgetauschten Agenten auch schön was zu gucken hatten.
Gleich neben den Kolonnaden steht die Villa Schöningen. Die hat, nein, nicht Schinkel, aber einer seiner Schüler, für einen Hofmarschall gebaut. Sogar Friedrich Wilhelm IV., Hobby-Architekt und nebenberuflich König, verpasste ihr ein königliches Türmchen. Später waren dort einer der ersten Direktoren der Deutschen Bank, verwundete russische Soldaten und Kinder anzutreffen. Die Villa wurde zum Kinderwochenheim, wo sozialistische Eltern ihren Nachwuchs werktags absetzen konnten, um mehr zu arbeiten. Die Villa wäre nach der Wende fast abgerissen worden. Gerettet hat sie kein anderer als der Axel-Springer-Vorsitzende Matthias Döpfner. Ja, genau der Döpfner, der gerade erst mit seinen Chatverläufen über Ossis in den Schlagzeilen war. Jetzt enthält die Villa sein privates Freiheitsmuseum. Döpfner wollte sie als Zeichen der deutschen Einheit retten, von der er inzwischen offenbar nicht mehr so viel hält.

Der Reisekaiser Wilhelm II. war kein Hobby-Architekt, er bestellte einfach nur Architektur. Als er gerade eine skandinavische Phase hatte und aus Norwegen zurückkam, wünschte er sich eine Matrosenstation im norwegischen Stil, um von da aus zu segeln. Wird gemacht, Majestät! Wie sollen wir das Haus nennen? Wie wäre es mit Kongsnæs, das bedeutet Des Königs Nase Landzunge?

Potsdam besteht hauptsächlich aus Parks. Allein auf diesem kurzen Abschnitt habe ich zwei Parks durchquert, und dabei war ich gar nicht richtig in Potsdam. Der erste heißt Neuer Garten und stammt von 1787, ist also nicht mehr im engeren Sinne neu. Auch er wurde vom Reisekaiser bestellt. Eigentlich sieht er nicht weiter ungewöhnlich aus, eben so, als wären hier in Jahrhunderten Bäume und Büsche in ordentlicher Form gewachsen. Aber genau das sollten die Gärtner vortäuschen, und zwar möglichst etwas schneller als in ein paar Jahrhunderten, damit der Kaiser es noch erleben kann.
Ich betrat den Garten über die Schwanenbrücke. Die ließ sich ursprünglich hochklappen, damit der Kaiser auch bequem über den Hasengraben zum nächsten See se(e)geln konnte. Die Nazis sprengten die Brücke, die Sowjets bauten sie provisorisch wieder auf, damit Stalin zu seiner Konferenz kommen konnte. Churchill und Truman durften über Stalins Brücke nicht rüber, sie mussten den Umweg über die Stadt fahren. Später fuhren hier dann die Grenzsoldaten rum.

In einem Potsdamer Park muss alle 100 Meter ein historisches Gebäude stehen. Mindestens. Eine Eremitage, eine Meierei, eine Grotte, in der sich der Kaiser für private Teestunden verstecken konnte, egal, Hauptsache irgendwas...
Aber das wichtigste Gebäude ist ein anderes.

Das Schloss Cecilienhof hat 55 Schornsteine, die alle unterschiedlich aussehen. Der letzte Schornstein wurde am 9. November 1917 fertiggebaut, und das Schloss an den Kronprinzen Wilhelm übergeben. Weil Wilhelm als Name unter Adligen aber nicht direkt außergewöhnlich war, benannte man das Bauwerk lieber nach seiner Frau Cecilie. Das Paar hatte keine Ahnung, dass im Schloss in gerade einmal 30 Jahren das Schicksal der Welt entschieden würde, aber sie damit absolut nichts zu tun haben würden, weil Ihnen die Revolution in genau einem Jahr jede Macht nehmen würde. Der Prinz durfte trotz Revolution als Privatperson wohnen bleiben, und tat das bis 1945. Denn dann kamen drei Nichtadlige vorbei, die mächtiger waren, als der Kronprinz es je gewesen war. In diesen Hallen besprachen Churchill (naja, und später Attlee, weil Churchill zwischendurch abgewählt wurde), Truman und Stalin, was sie nun mit dem Land machen sollten, das sie besiegt hatten. Dabei ließen sie sich von Circus Lila inspirieren: Teilen macht Spaß. (Das Lied Teilen kann heilen dagegen erwies sich in diesem Fall als Irrtum.) Dass Deutschland geteilt werden sollte, hatten sie zwar schon auf Jalta besprochen, aber noch nicht, wie genau die Zonen aussehen sollen und was mit Berlin passiert.
Stalin pflanzte im Innenhof extra einen roten Stern aus Blumen, der verdächtig nach der sowjetischen Flagge aussah, um die anderen zu ärgern. Präsident Truman prahlte, er habe eine ganz neue gefährliche Art von Waffe (räuseratombomberäusper) und gab von hier aus telefonisch den Befehl, Hiroshima und Nagasaki zu zerstören.

An dieser Stelle war die Mauer eine viel größere Geldverschwendung als ohnehin schon. Eigentlich folgte die Grenze ziemlich zielstrebig dem Lauf der Havel. Aber die DDR hatte Pech: Ausgerechnet am kommunistischen Ufer hatte die Havel einen richtig, richtig langen Ausläufer. Der heißt zunächst Jungfernsee, später Lehnitzsee und ganz am Ende Krampnitzsee.
Eine Mauer kann man nicht übers Wasser bauen, oder? Naja, schon, wenn man den Schiffsverkehr mit Netzen und Schwimm-Pontons abriegelt. Aber das ging nur an der schmalsten Stelle, und selbst bis dahin war es ein ganz schöner Umweg. Der ehemalige Grenzturm markiert die Stelle, an der diese Wassermauer verlief. Die Pontons sind längst weg, und selbst wenn nicht, könnte ich da kaum mit dem Rad rüber. Also musste ich den kompletten Umweg um den Jungernsee machen (nicht, dass ich mich beschweren möchte, der Umweg war toll).

Wichtig war übrigens, dass sich die Mauernetze auch einholen ließen. Denn wenn ein Westberliner Schiff kam und seinen Müll abliefern wollte, musste man es durchlassen - das brachte wertvolles Westgeld! Außerdem holten sich die Westberliner auf diesem Weg Öl und andere Brennstoffe aus der BRD. Deswegen war das der wichtigste Grenzübergang für Lastschiffe.
Der Rest des Neuen Parks war auch im Kalten Krieg geöffnet. Wenige Meter entschieden über das Schicksal der alten Bauwerke: Während das Restaurant in der Meierei ein beliebtes Ausflugsziel wurde, verfiel die Grotte zwischen den Grenzanlagen und wird bis heute mühevoll rekonstruiert.
Ein Wasserschutzpolizist der DDR stieg während der Mittagspause in ein Kontrollboot und täuschte eine Kontrollfahrt vor, die jedoch planmäßig zu eine Fahrt ohne Rückkehr in den Westen wurde. Nicht die schlechteste Strategie, auf der Ostsee hat das ja auch funktioniert.

Hinter dem Park folgt das nächste Villenviertel. Vor dem Krieg lebten hier gleich drei Bankiers. Direkt nach der Potsdamer Konferenz setzte Stalin die Bewohner vor die Tür und installierte die Verbotene Stadt a.k.a. Kleine Sowjetunion a.k.a. Militärstädtchen Nr. 7. (Armeekasernen gab es hier allerdings schon vorher.) Hier hatte der KGB seine Deutschlandzentrale, und zwar ausgerechnet im früheren Internat der Kaiserin. Das einzige, was davon übrig ist, ist das Gefängnis. Angeblich. Ich habe es vor Ort aber nicht entdeckt. In den ersten Jahren mussten die Sowjets schließlich noch alles selber machen, bevor sie der DDR ihre Art von Unrecht beigebracht hatten. Ohne Anwalt inhaftierten sie schwerste Verbrecher. Zum Beispiel Teenager, die kein russisch lernen wollten. Oder amerikanische Piloten, die bei einem Spionageflug abgeschossen wurden.

An der Straße geht es weiter in Richtung Norden. Auf der Brücke des Friedens habe ich den Sacrow-Paretzer Kanal überquert. Der verrät mir schon mein nächstes Ziel: Sacrow. Dazu musste ich erstmal um den kompletten See. Aber es ging ja ziemlich schnell voran.

Und am anderen Ufer wurde es sogar schön ruhig: Ich durfte in den Wald abbiegen und den Verkehr hinter mir lassen. Ist das herrlich hier! Bei so vielen strahlenden Bäumen war es mir auch völlig wurst, dass ich jetzt über Erde mit ein paar Wurzeln fuhr.
In der Bronzezeit war es genau umgekehrt, da siedelten die Menschen nur auf dieser Seite. Später kam ein slawischer Stamm und nahm die Siedlung wieder in Betrieb. Römer siedelten hier keine, trotzdem heißt die Ecke Römerschanze. Und viel später kamen dann die Kommunisten mit ihrer komischen Ponton-Netz-Mauer an und rodeten die Bäume am Ufer. Der Mauerstreifen ist heute noch zu erkennen, denn die kleinen Nadelbäumchen kommen noch nicht so richtig aus dem Tee. DIE BÄUME SIND DANKBAR FÜR JEDEN TROPFEN HAVELWASSER, ächzt ein Schild. Okay, und was genau soll ich da jetzt machen? Sorry, Bäume, ich brauche das Wasser in meinen Trinkflaschen selbst. Wenn ich gießen soll, wie wäre es, wenn ihr eine Gießkanne hinstellt?

Irgendwann wurden die Wege wieder etwas ordentlicher, und der Wald ging in den Sacrower Park über - gut zu erkennen am Grünen Schild, das sämtliche Regeln erklärt. Ein Radfahrverbot gehört zum Glück nicht dazu! Ist ja auch genug Platz da drin.
Abgesehen von einem Schloss steht in diesem Park in erster Linie eine Kirche. Tatsächlich ist die Sacrower Heilandskirche so ziemlich die allererste Sehenswürdigkeit von Potsdam, von der ich je gehört habe. Ein Bekannter schwärmte davon, wie absolut sehenswert Potsdam sei und wie klasse er das fände, dass da mal eben so eine wunderschöne Kirche mitten in der Natur stünde, einfach zur Verschönerung. Ganz Unrecht hat er nicht, die Kirche steht schon recht isoliert am Ufer. Und sie ist definitiv ein schicker Blickfang mit ihren Säulen und Fliesen! Persius (der Typ, von dem auch die Döpfner-Villa gegenüber stammt) hat sie im italienischen Stil gebaut, und tatsächlich, ich fühlte mich fast wie in der Toskana - auch, was die Temperaturen angeht.
Andererseits steht sie natürlich trotzdem in einem künstlichen Park statt purer Natur, und so weit weg ist das Dorf Sacrow nun auch wieder nicht. Deswegen fanden in der Kirche ganz normal Gottesdienste statt. Was den Grenzsoldaten ein Dorn im Auge war. Kirchen fanden sie eh überflüssig, und hier könnten die Bürger auch noch auf dumme Gedanken kommen und nach dem Gottesdienst zwischen die Seerosen (damals noch ohne Stalinrasen) hüpfen, um nach Westberlin zu schwimmen. Kurz nach Heiligabend 1961 demolierten die Grenztruppen die komplette Einrichtung, damit endlich Schluss mit dem Quatsch war. Erst 28 Jahre später hielt genau derselbe Pfarrer, der damals die letzte Christvesper gehalten hatte, wieder einen Gottesdienst in der Heilandskirche. Der Raum war proppenvoll.
Weder das Kirchenschiff noch der Turm waren geöffnet. Aber außenrum zwischen den Säulen hindurchschlendern und auf die Glienicker Brücke gucken, das ist definitiv auch einen Spaziergang wert.

Von Sacrow aus führt eine Waldstraße bis zur Wannsee-Fähre in Kladow. Mauer und Mauerradweg knicken aber vorher links ab. An der Stelle lagen sich an der Havel der britische und amerikanische Stadtsektor gegenüber, ich folge ab jetzt der Grenze zwischen britischem Sektor und sowjetischer Besatzungszone/DDR.

Rund um den Jungfernsee grenzten Teile der ostdeutschen Stadt Potsdam besonders eng an die Mauer, und das hatte dramatische Folgen. Hier musste man überhaupt nicht flüchten, um ermordet zu werden. Es gab eine Aktivität, die fast genauso lebensgefährlich war: Busfahren.
Horst Mende hatte in der Nähe der Glienicker Brücke Party gemacht. Danach ging er auf die Brücke zu und fragte den Zöllner, wo der Bus abfährt. Er bekam eine Antwort und entfernte sich wieder von der Grenze. Aber die Volkspolizei war misstrauisch geworden und fragte nach seinen Personalien. Horst gab ihnen seinen Ausweis, begriff aber nach der durchzechten Nacht nicht, dass sie ihn gleich festnehmen wollten. Der Bus kam. Horst fragte, ob sie sonst noch was wollten. Keine Antwort, also lief er los. Die Kugeln trafen ihn in den Rücken und machten ihn mit 23 Jahren zum Invaliden.
Lothar Hennig stieg in Sacrow aus dem Bus. Weil gerade Flüchtlingsalarm war, riet ihm der Busfahrer, aufzupassen. Daraus zog Lothar leider einen völlig falschen Schluss: Er rannte die 400 Meter nach Hause im Dauerlauf und hielt nicht mal an, als ihm etwas zugerufen wurde und ein Warnschuss ertönte. Die nächsten Schüsse trafen ihn in den Rücken.

Allmählich macht mich der Berliner Mauerweg immer ratloser. Wer seinen Glauben an die Menschheit behalten will, dem muss ich von dieser Tour dringend abraten. An der Innerdeutschen Grenze war noch meist von den Opfern der Minen und Selbstschussanlagen die Rede. Das lässt sich mit einem einfachen menschlichen Mechanismus erklären (der mit autonomen KI-Kampfdrohnen aktuell perfektioniert wird): Je mehr Abstand du zwischen Täter und Opfer bringst, desto leichter fällt das Töten.
Aber in Berlin? Da betrug dieser Abstand mitunter gerade mal mal 15 Meter! Hier gab es schießwütige Soldaten, deren Verbrechen weit über das Prinzip Befehl ist Befehl hinausschossen. Sie schossen entgegen der eindeutigen Regeln auf Minderjährige, auf Menschen, die sich ergaben, oder in Situationen, wo keinerlei Fluchtgefahr mehr bestand. Sie bekamen zwar selten Ärger deswegen, aber dennoch: WARUM? Das war nicht nötig, nicht mal, um die Abwanderung aus dem Land zu verhindern. (Was manche Politiker bis heute als Rechtfertigungsgrund ansehen, weil dem armen Politbüro ja nichts übrig blieb. Also, außer, seinen Job zu machen und vernünftig zu regieren, damit die Menschen nicht mehr so unzufrieden sind.)
Ein Haufen Menschen wird jetzt sagen: Das ist halt so ein uralter Instinkt, der an die Oberfläche bricht, sobald er die Gelegenheit hat. In unserem Inneren steckt ein böses Monster. Ein verbreiteter Irrglaube, an dem niemand ernsthaft festhalten kann, der Rutger Bregmans Im Grunde gut gelesen hat.
Waren manche Soldaten einfach nach ihren Schulungen und nach dem gesamten Bildungssystem der DDR dermaßen ideologisch aufgepeitscht gegen den Klassenfeind, dass sie jede Gewalt gegen den Feind für richtig hielten und losballerten? Kann sein.
Bregman glaubt allerdings, dass Kameradschaft viel wichtiger ist als Ideologie. Dabei bezieht er sich auf die Verbrechen der Nazi-Soldaten. Auf die Mauerschützen passt diese These aber so überhaupt nicht, denn das System der Grenztruppen verfolgte ja gerade das Ziel, dass keine Kameradschaft entsteht. Immer wieder wurden zwei wildfremde Soldaten auf einen Posten zusammengewürfelt, damit sie sich gegenseitig misstrauisch beobachten, statt sich gemeinsam zur Flucht zu verbünden.
Ein anderer Grund könnte sein: Völlig egal, ob ein Schuss nun den Regeln entsprochen hätte - bei einer erfolgreichen Flucht bekam man meistens auf den Deckel. Also im Grunde Angst. Das erklärt vielleicht die Schüsse auf Minderjährige und weit entfernte Flüchtlinge, die die Hände hoben, aber nicht auf völlig eingekreiste Menschen oder solche in 15 Meter Entfernung, die definitiv keine Chance mehr hatten.
Da bleibt dann doch nur die Ideologie als Erklärung.
Reicht das aus?
Keine Ahnung.

Die Jungfernmauer

Länge: 18 km (11 km per Havelradweg am anderen Ufer nach Wannsee)
Grenzquerungen: 2
Bundesländer: Berlin, Brandenburg
Seite: fast nur Ost
Erkenntnis: Das Berliner Böse bleibt ein ungelöstes Rätsel.

01 Juni 2023

Berliner Mauer: Von Berlin-Mitte nach Kreuzberg

Die Berliner Mittelmauer

Länge: 6 km
Grenzquerungen: mindestens 4, aber schwer zu sagen, wenn man exakt auf der Grenzlinie geht
Bundesländer: nur Berlin
Seite: Hm, eigentlich meistens genau auf der Grenze.
Erkenntnis: 1 Kilometer Berliner Mauer entspricht 100 Kilometern innerdeutscher Grenze.

Wo war eigentlich die Mauer? Immer wieder müssen Berliner diese Frage beantworten. In Berlin-Mitte beantwortet sie auch ein informatives Metallband auf dem Boden, oder eine Stele, oder eine Gedenktafel, oder ein Stück Originalmauer, oder ein graubrauner Mauerwegweiser... nur nie alles gleichzeitig oder gar einheitlich. An jeder Kreuzung musste ich einen Moment suchen, bis ich wusste, wo es weitergeht.
Im 9-Euro-Sommer 2022 strandete ich für zwei Stunden in Berlin und entschied mich zum ersten Mal, den größtenteils braunen Zeichen zu folgen. Dieses erste Stück Mauer habe ich also zu Fuß zurückgelegt. Und ganz ehrlich, das würde ich auch jedem empfehlen, der die Zeit dazu hat. Am besten nimmt man sich ein bis zwei Tage und läuft sogar noch mehr zu Fuß, nämlich das komplette Stück von der Bernauer Straße bis zum Landwehrkanal. Dieser Bereich ist einfach zu stressig, um Radfahren und Sightseeing zu kombinieren.
Am Hauptbahnhof lief ich ein Stück am Parlament der Bäume und am Parlament der Menschen an der Spree entlang, beim Bundestag wendet sich der Mauerweg dann wieder gen Süden.

Ein entspannter Stadtspaziergang wird das nicht, so viel war klar. Schon nach wenigen Minuten wiesen mich weiße Kreuze darauf hin, dass an dieser Stelle Menschen erschossen wurden. Ihr Verbrechen bestand darin, einen Bürgersteig zu überqueren.

Der Mauerweg verläuft am Rande des Tiergartens (der kein Zoo ist, sondern einfach ein Park - für ahnungslose Nichtberliner irreführend). Der Park macht einen Bogen um das Brandenburger Tor. Jeder denkt bei dem Tor an den Kalten Krieg, aber eigentlich ist es das letzte Überbleibsel der allerersten Berliner Mauer: 1734 hatte der Soldatenkönig Friedrich I. alle Vororte zur preußischen Residenzstadt Berlin vereinigt. Um bei allen Zölle abzukassieren, die da reinwollten, mauerte er die Stadt ein - sogar die Bahnhöfe lagen außen. Weil das Tor keinen militärischen Zweck hatte, konnte er guten Gewissens Friedenssymbole reinmeißeln.
Als Berlin wuchs, wurde die Mauer wieder abgerissen, nur das Brandenburger Tor durfte bleiben, weil seine langen Säulen von Athen inspiriert waren und besonders schick aussahen. Trotzdem beeinflusste der Verlauf der ersten Mauer noch lange danach das Straßenbild, die Grenzen der Stadtteile, die U1 - und die zweite Mauer.
Nach der Wiedervereinigung wurde heftig gestritten, ob Autos durch das Tor fahren sollen. Der alte Busfahrer, der es vor dem Mauerbau als letzter durchquert hatte, sollte eigentlich bei einer feierlichen Zeremonie als erster wieder durchfahren, aber Aktivisten hatten das Tor besetzt. Das Bus-Event fand am Ende statt, langfristig setzte sich trotzdem das autofreie Tor durch.
Gleich nebenan gab es schon 1988 einen anderen Umweltprotest - und die einzige Massenflucht in Richtung Osten: Westberlin hatte von der DDR ein Stück Land gekauft, das eh außerhalb der Mauer lag, um eine Straße drauf zu bauen. Jugendliche besetzten es, und als die Polizei anrückte, kletterten sie über die Mauer nach Osten. Sie hatten sich wohl mit der DDR abgesprochen, denn nach einem Frühstück verteilte man sie über verschiedene Grenzübergänge zurück.

Das war noch eher kurios, nun wird es richtig bedrückend: Wenige Meter entfernt ist ein Platz komplett übersät mit Betonblöcken. Anfangs konnte ich noch darüber hinwegschauen, aber je weiter ich hineinging, desto tiefer verschluckten mich die grauen Schluchten. Das weltweit einzigartige Mahnmal erinnert an den Völkermord an den Juden Europas, und zwar nach dem Prinzip, dass jeder selbst reininterpretieren kann, was Beton mit dem Holocaust zu tun hat. Als ich es zum ersten Mal gesehen habe, war mein Gedanke: Die Millionen Menschen waren alle unterschiedlich (wie die Quader unterschiedlich hoch sind), aber ihnen ist dasselbe zugestoßen (weshalb die Quader alle wie Särge aussehen). Tja, im Reiseführer werden Politiker mit komplett anderen Deutungen zitiert.

Meine Güte, ich bin gerade mal einen Kilometer unterwegs und schon quer durch die Jahrhunderte vor und zurückgesprungen, von Hoffnung über Kuriosität zu Verzweiflung. Um so viel Geschichte zu erfahren, müsste ich auf dem Radweg an der Innerdeutschen Grenze mindestens zwei Tage lang unterwegs sein.
Die nächste Station ist der Potsdamer Platz, der laut Reiseführer das Symbol schlechthin für die geteilte Stadt darstellt - ich hätte da eher an das Brandenburger Tor gedacht, über diesen Platz wusste ich eigentlich kaum etwas. Dabei ist der wirklich faszinierend: Hier startete 1835 Deutschlands zweite Eisenbahnstrecke (dazu später mehr), 1924 regelte Deutschlands erste Ampel den Verkehr auf dem Platz, auf dem 40 Straßenbahnlinien unterwegs waren, und 1990 spielte Pink Floyd das einzige Konzert, das je auf einer Bühne in zwei Staaten stattfand. Während der Teilung war der Platz allerdings lange Zeit eine Wüste, selbst im Westen wurde alles abgerissen und es fanden bloß mal Flohmärkte statt. Die relativ kurze britische Grenze wurde hier auch schon vom amerikanischen Sektor abgelöst.

Inzwischen fahren hier wieder Züge aller Art, allerdings versteckt unter der Erde. Darüber lassen große Unternehmen ihre gläsernen Zacken in den Platz ragen. Die Hochhäuser sind ökologisch besonders effizient und schon beeindruckend, aber nicht jedermanns Geschmack. Davor stehen Reste der Mauer, die im Grunde nur noch von buntem Kaugummi zusammengehalten werden.
Moment mal, wo kommen denn die vielen Trabis her? Na, so ein Zufall, heute muss irgendein Oldtimer-Treffen sein oder so. (Nein, ist es nicht. Das ist eine ständige Stadtführung für Touristen, die sogenannte Trabi-Safari.)

Die DDR wollte hier ein Denkmal für Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht errichten, das letzten Endes nicht komplett zustandekam, es lag zu nah am Grenzstreifen. Deswegen steht da nur der Sockel. Was Rosa Luxemburg wohl zur Mauer gesagt hätte? Tote Idole hatten für die SED den Vorteil, dass aus ihnen nicht plötzlich Kritik rauskam, sodass man sie aus der Geschichte tilgen musste.

In einer Seitenstraße hinter dem Bundesrat befindet sich der älteste erhaltene Grenzturm Berlins. Er wurde um 10 Meter versetzt, wirkt auf der Baustelle aber immer noch ganz schön deplatziert. In Berlin sahen die meisten Wachtürme so rund und dünn aus. Nur 32 von 280 Türmen waren rechteckige Führungstürme. Alle 250 Meter stand in Berlin ein Turm, sodass die Soldaten wirklich restlos alles sehen konnten. Sie arbeiteten selbstständig immer weiter daran, ihren Abschnitt zu verbessern, denn für jede erfolgreiche Flucht bekamen sie ordentlich auf den Deckel.

Kaum zu glauben, aber in der Niederkirchnerstraße konzentriert sich sogar noch mehr Geschichte auf engstem Raum. Im preußischen Landtag (hinten) entschieden sich die Arbeiterräte 1918 gegen eine Räterepublik, die KPD wurde da drin gegründet und prügelte sich wenige Jahre später am selben Ort mit Nazis. Heute sitzen da zwar keine Abgeordneten aus ganz Preußen, aber immerhin aus Berlin.
Gleich neben der Straße ist ein langer Mauerstreifen erhalten geblieben. Der zeigt richtig eindrucksvoll, wie das damals ausgesehen haben muss - während ich auf der Straße entlangging, konnte ich überhaupt nicht ahnen, was auf der anderen Seite ist.
Und was ist da? Ein kleines Gratismuseum aus Glas und wahnsinnig vielen Texttafeln. Manche hängen direkt an einer Glasscheibe vor der Mauer, andere in einem Glashaus. Die Ausstellung heißt Topographie des Terrors. Es geht darin nicht nur um die Mauer, sondern auch um die SS. Die hatte genau hier ihre Zentrale mitsamt Folterkellern und plante den Holocaust. Ich dachte, das Lager Juliushütte am Harz sei die Stelle mit der grauenvollsten Geschichte in Deutschland - aber diese Ausstellung ist womöglich noch schlimmer.

Auf der anderen Seite der Mauer stand das Haus der Ministerien, in dem Walter Ulbricht damals versicherte, niemand habe die Absicht, eine Mauer zu errichten. Der Typ hat das tatsächlich direkt neben der (bereits geplanten) Mauer gesagt.
Das Haus enthält heute das Bundesfinanzministerium - und eine ganz andere Art der Geschichtsschreibung: Statt tausender Texttafeln hängt ein Comic am Zaun. Der erzählt die Geschichte eines Vaters, der im Haus der Ministerien arbeitete, dort aber gar nicht mal so glücklich war. Mit seiner Familie entkam er auf völlig verrückte Weise: Nachts kletterten die drei aufs Dach und warfen ein Seil rüber zu ihren Helfern in Westberlin. Sie flohen im Prinzip mit einer selbstgebauten Seilbahn, wie man sie heute in Kletterparks findet. Und das Beste: Die Grenzsoldaten beobachteten sie und gingen davon aus, dass alles schon seine Richtigkeit haben wird - wenn die vom Ministerium starten, dann sind das wahrscheinlich Geheimagenten, die in den Westen geschleust werden.
(Wäre es sehr pietätlos, wenn man die Seilbahn als Touristenattraktion wieder aufbaut? Ja, vermutlich schon...)

An der nächsten Kreuzung wechselt die Farbgebung zurück von Grau zu Kunterbunt. Auf diesem Platz können die Besucher Currywurst futtern oder mit dem ersten Ballon aufsteigen (also quasi, eigentlich ist der damals vorm Reichstag gestartet - und es ist auch nicht mehr derselbe Ballon). Ein Plakat wirbt dafür, die legendären Rosinenbomber zu retten. Anscheinend droht den US-Flugzeugen, die Westberlin während der sowjetischen Blockade versorgt haben, die Verschrottung.

Diese Ecke Berlins ist auch so bunt, weil sich der italienische Architekt Aldo Rossi mit verschiedenen Stilrichtungen ausgetobt hat.
Jetzt folgt der berühmteste Grenzübergang des Eisernen Vorhangs, obwohl oder gerade weil den kein Deutscher überschreiten konnte. Checkpoint Charlie war nur für Ausländer und Diplomaten bestimmt. Die ostdeutschen Grenzgebäude wurden vom neuen Grundstückseigentümer abgerissen, weil die Stadt sie nicht unter Denkmalschutz gestellt hat. Vom amerikanischen Grenzhäuschen gibt's immerhin einen Nachbau (am linken Rand). Das ist eine der wenigen wichtigen Stellen am Eisernen Vorhang, wo nur Überbleibsel von der Westseite stehen.

Aber keine Sorge, wer sich über die Ostseite informieren will, hat wahnsinnig viele Möglichkeiten. Das Haus am Checkpoint Charlie ist inmitten von Bauzäunen versteckt. Und gegenüber gibt's auch noch eine Outdoor-Ausstellung. Das schaffe ich doch gar nicht alles! 

Stattdessen entschied ich mich für das Asisi-Panorama, das klang am außergewöhnlichsten. Es befindet sich in einer Betonkuppel. Der Vorraum sah noch mehr oder weniger nach einem normalen Museum aus. Dann wechselte ich ins Zimmer nebenan.
Dunkelheit hüllte mich ein. Ich erkannte gerade so die Treppe zu einem Bauwerk, die aus so etwas wie Baugerüsten zu bestehen scheint - die Aussichtsplattform für Westberliner in der Bernauer Straße.
Walter Ulbrichts Stimme dringt aus der Finsternis. In voller Länge erklärt er den Journalisten, die eigentlich gar nicht so richtig danach gefragt haben, ob er eine Mauer bauen wolle. Tragische Musik ertönt. Dann taucht die Mauer auf. Sie scheint hinter einem depressiven Schleier aus Nieselregen zu liegen - vielleicht, weil meine Augen eine Art Foto erwartet haben, kein Gemälde. Dennoch sieht der Nieselregen und alles andere irgendwie realistisch aus.
Wenn Sie allerdings für dasselbe Geld ein fröhlicheres Asisi-Panorama mit mehreren Stockwerken begutachten wollen, welches Sie sogar zu 360 Grad umfängt, dann sind geben Sie sich vielleicht doch lieber das Pergamon-Panorama vom selben Künstler. Da kann man immerzu etwas neues entdecken, während man das Mauerpanorama doch recht schnell angeschaut hat.

In der Zimmerstraße starben Flüchtlinge auf besonders üble Weise. Einer wurde auf dem Niemandsland (das offiziell zum Osten gehörte) angeschossen. Die Uniformierten im Westen trauten sich nicht, die im Osten wollten ihm nicht sofort helfen. Erst nach einer halben Stunde kamen sie dann doch, und das war zu spät. Für diese Grausamkeit hagelte es Kritik gegen beide Seiten.

Der Axel-Springer-Verlag baute hier sein Glashaus direkt an der Grenze - mit voller Absicht, denn so konnten er Bildschirme mit kritischen Botschaften nach Ostberlin rüberblinken lassen. Davor schreitet die Statue des Grenzgängers (rechts unten) vorwärts, ein überraschend fröhliches Mahnmal. Gleich neben der Axel-Springer-Straße verläuft die Rudi-Dutschke-Straße. Wenn ich das richtig verstanden habe, waren der konservative Verlag, der Anführer der Studentenbewegung und die DDR-Führung durch eine Art seltsame Dreiecks-Hassliebe verbunden.

Ein paar Straßen weiter lag der nächste Grenzübergang, über den unter anderem die Post transportiert wurde. In der Prinzenstraße a.k.a. Heinrich-Heine-Straße versuchten drei Männer, in einem LKW durch drei Schranken zu brettern. Der Fahrer wurde tödlich angeschossen, aber er schaffte es noch, seine verletzten Beifahrer in den Westen zu bringen.
Anschließend wurde der Grenzübergang so umgebaut, dass fortan alle Autofahrer Slalom fahren mussten - eine ganz andere Lösung als die Monsterschranke am Grenzübergang von Duderstadt.

Dann lief die Mauer auf dem Luisenstädter Kanal entlang. Hier drohte immerhin niemand zu ertrinken. Der Kanal sollte eigentlich Baumaterial für neue Stadtteile heranbringen, aber er floss schon 1926 so langsam und stank dermaßen, dass die Berliner ihn doch lieber zuschütteten.
An seinem Ufer Straßenrand schnappten sich ein paar Jugendliche, die von den teuren Luxussanierungen im Westen angepisst waren, ein Haus. Das Künstlerhaus Bethanien wurde die Keimzelle der deutschen Hausbesetzer-Bewegung. Und außerdem ragte ein Zacken DDR hier nach Westberlin rein, der außerhalb der Mauern lag. Da waren hauptsächlich Obdachlose und Trinker unterwegs. Zumindest, bis der Türke Osman Kalin aufräumte, Gemüse anbaute und ein einfaches Sommerhaus zimmerte. Aus irgendeinem Grund hatte die DDR kein Problem damit.

Anschließend führt die Grenze nochmal hoch zur Spree, wo Künstler neben der schönsten Brücke Berlins die größte Freiluftgalerie der Welt auf die Mauer gemalt haben. Erst dann geht es weiter in Richtung Süden und aus der Innenstadt hinaus.

Oh Gott, wie viele Züge hatte ich inzwischen sausen lassen? Ich musste zurück. Aber seitdem stand für mich fest: Der Mauerradweg kommt auf meine Liste.