Und weiter ging die Fahrt, diesmal wieder bei trübem Wetter.
Einhändig aus der Lenkerperspektive zu fotografieren ist nicht ganz einfach.
Auf der nächsten Tagesetappe begegneten wir idyllischen Häusern mit Strohdächern,...
...einem Aussichtsturm in einer Ruine,...
...verregneten Skylines niedersächsischer Städte,...
...Brücken, falls man mal wieder das Ufer wechseln will,...
...mehr Spielplätzen...
Bei Regen suchen die Schafe unter einer Brücke Zuflucht, genau wie wir.
Mittag gab es in der Windmühle von Jork. Da ist ein Restaurant drin.
Eine Etage darüber konnten wir uns den Mahlstein ansehen.
Und dann hörten die guten Radwege irgendwann auf und wir mussten uns über Straßen, komplizierte Kreuzungen mit oder ohne Ampeln und Bürgersteige durchschlagen und verfahren. Am anderen Ufer stand plötzlich ein Flughafen und wir waren mehr oder weniger in den Außenbezirken von Hamburg gelandet.
In einem straßenbahnartigen Boot gelangten wir ins Stadtzentrum. Das war ganz schön schaukelig.
Weitere öffentliche Verkehrsmittel von Hamburg sind S- und U-Bahnen. Wobei der Unterschied da nicht so eindeutig ist, denn die U-Bahnen fahren auch manchmal oberirdisch und die S-Bahnen unterirdisch.
Während der Radtour damals übernachteten wir in der Stadt und flohen am nächsten Morgen gleich wieder, denn für Fahrräder war das wirklich nicht so toll. Deshalb folgen hier stattdessen noch ein paar neuere Bilder von Hamburg.
Für Hamburg benötigt man nur eine Handvoll Zutaten, die in großer dicker weißer eckiger Schrift locker auf eine Eisenbahnbrücke passen: Kanäle, Himmel, Eisenbahnbrücken, Wind, Schiffe, Lagerhäuser, Wolken, Hafenkräne.
...das isses im Prinzip auch schon.
In der Speicherstadt ragen die einstigen Lagerhäuser in den großen Fluss hinein, und das macht dann durchaus Eindruck. Um diesen Eindruck zu verstärken, wurde im Rahmen von Deutschlands vergleichsweise pünktlichster und beliebtester Dauerbaustelle ein Konzerthaus obendrauf gesetzt, das (vermutlich nicht in Anlehnung an Stranger Things) Elphi heißt. Seine gläsernen Wellen und Zacken setzten quasi dem Stadtviertel und der ganzen Stadt die Krone auf.
In Hamburg mündet die Alster in die Elbe. Jenseits des Stadtzentrums heißt das Ding Außenalster. Dann fließt es unter einer Brücke durch und wird umbenannt in Binnenalster. Das sieht eher wie zwei verbundene Seen als wie ein Fluss aus.
Damit aber nicht noch ein dicker Fluss durch die Stadt fließt (da wäre wohl gar kein Platz mehr für die Häuser), wird die Alster viel schmaler. Zwischen den Straßen ist nur noch Platz für Fleete (Stichkanäle). Einige davon bestehen größtenteils aus Matsch.
Auch Pflanzen kommen in der originalen Zutatenliste nicht vor. Wenn sich mal ein Baum zwischen die weißen Steine an der Promenade verirrt, ist das schon ziemlich unverschämt von dem.
Im plattdeutschen Park "Planten un Blomen" gibt's eine Eisbahn mit sehr lauter Musik...
Doch zurück zu den Speichern, denn in denen befinden sich auch die bekanntesten Museen Hamburgs. Etwas neuer ist der Dialog im Dunkeln, wo ein Blinder eine Gruppe Sehende durch stockfinstere Räume mit komplexen Alltagssituationen leitet und bei der anschließenden Plauderei in der Dunkelbar auch ihre dümmsten Fragen beantwortet (das geht immerhin einfacher als beim Dialog im Stillen nebenan).
Geringfügig heller ist der Hamburg Dungeon, eine Mischung aus Geisterbahn und Geschichtenhaus. Man geht da von Station zu Station und sieht interaktive Vorführungen zur grausamen Stadtgeschichte, zum Beispiel nimmt der Folterknecht einen aus der Gruppe und foltert den, also quasi. Das ist zwar eher komisch als gruselig (Heutzutage ist es ja eigentlich gar nicht wirklich möglich, irgendwen richtig zu gruseln.), wirkt aber viel echter als jede aufgebaute Geisterbahn. Und man kann sich einen Haufen makabre Zitate merken. ("Ich mag Kinder. Aber nur als Wurst.")
Fotos darf man nicht machen. Immerhin ist mir dieses illegale dunkle Foto aus dem ersten Raum gelungen, das die ganze kriminelle Energie im Nachhinein betrachtet auch nicht so wirklich wert war.
Die Details verraten vieles über die Modellbauer. Zum Beispiel scheinen sie keine Staudämme zu mögen...
...und sich gerne über Verschwörungstheorien lustig zu machen.




















.jpeg)

















Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen